Fachveranstaltungen und Publikationen

2019

Fachtagung: Wer berät hier wen? Erfolgsfaktoren und Herausforderungen in der Berufs- und Bildungsberatung für Neuberliner*innen

Ab 2020 werden im Rahmen der Mobilen Beratung zu Bildung und Beruf in Berlin (MoBiBe) neben geflüchteten Menschen auch Zugewanderte beraten. Vor dem Hintergrund der Öffnung der Zielgruppe der MoBiBe sowie der Zielsetzung nachhaltiger Integration im Sinne guter Bleibeperspektiven und guter Arbeit, widmete sich die Fachtagung der Frage, was für das Netzwerk der mobilen Bildungsberatung ab 2020 relevant wird: Welche Themen werden im Fokus der professionellen Beratung stehen? Wie gelingt die Vernetzung mit Akteur*innen der neuen Zielgruppe? Wie unterscheidet sich der Zugang zum Arbeitsmarkt und die Arbeitsrechte geflüchteter und zugewanderter Menschen? Wie unterschiedlich sind die Lebenslagen, in denen sich die Menschen befinden, und wie wird sich das auf die Inhalte der Beratung zu Bildung und Beruf auswirken?

Diesen Themen widmeten sich Expert*innen aus Wissenschaft, Beratungspraxis und der Zivilgesellschaft in spannenden Vorträgen, Workshops und auf einer Podiumsdiskussion. Durch Vertreter*innen von Migranten*innenselbstorganisationen werden migrantische Perspektiven auf die Beratung zu Bildung und Beruf in Berlin Eingang finden und konkrete Strategien der weiteren Vernetzung gemeinsam gedacht und erarbeitet.

Programm   und Dokumentation

Die Dokumentation der Fachtagung MoBiBe 2019 dient dazu, die zentralen Themen und Redebeiträge der Veranstaltung abzubilden. Die dokumentierten Inhalte und Statements spiegeln nicht die Meinung der Veranstalter*innen wider.

Publikation: Mobile Beratung zu Bildung und Beruf als Modell beruflicher Integration von geflüchteten Menschen in Berlin

Die Publikation „Mobile Beratung zu Bildung und Beruf als Modell beruflicher Integration von geflüchteten Menschen in Berlin“ stellt die Beratungsarbeit des MoBiBe-Netzwerks vor. Sie umfasst einen wissenschaftlichen Gastbeitrag, der die Situation geflüchteter Menschen in Deutschland im Hinblick auf Möglichkeiten und Herausforderungen gesamtgesellschaftlicher Partizipation beleuchtet. Im Anschluss an diesen Artikel zeigt ein Fachbeitrag am Beispiel der mobilen Beratung in Berlin, welche Akzente bei der Unterstützung Geflüchteter für eine erfolgreiche Teilhabe am Berufsleben gesetzt werden können. Darüber hinaus werden verschiedene Bereiche des MoBiBe-Netzwerks wie das Wissensmanagement oder die Öffentlichkeitsarbeit vorgestellt. Erfolgsgeschichten aus der Beratungspraxis ergänzen die Darstellungen.

Leitlinien: Inter- und transkulturell sensible Kommunikation in der MoBiBe

Um in der mobilen Beratung Standards einer trans- und interkulturell sensiblen Kommunikation zu etablieren, hat P:iB Leitlinien entwickelt. Ziel der Leitlinien ist es, vorhandene Kompetenzen diskriminierungs- und diversitätssensiblen Umgangs in der Beratung sowie der Öffentlichkeitsarbeit des MoBiBe-Netzwerks zu stärken.

2018

Fachdialog: Interkulturelle Sensibilität in der MoBiBe – eine Querschnittsaufgabe

Der Fachdialog zu interkultureller Sensibilität schließt thematisch an die MoBiBe-Fachtagung 2017 an und bietet die Gelegenheit, sich mit einer intersektionalen Perspektive vertiefend dem Thema zu widmen. Im Gegensatz zu einem statischen Kulturverständnis soll eine interkulturell sensible Perspektive vorgestellt werden. Denn unterschiedliche Kategorien, u. a. Herkunft, sozialer Status, Geschlecht, Alter, machen unsere Identität(en) aus und sind mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Positionierungen und somit mit bestimmten Privilegien verbunden.

Ziel ist es, eine reflexive Haltung hinsichtlich dieser verschiedenen Positionierungen in den Arbeitsalltag zu integrieren. Interkulturelle Sensibilität wird somit als Prozess begriffen, der durch kontinuierliches Hinterfragen der eigenen Positionierung gelebt wird. Der Fachdialog soll Anlass sein, interkulturelle Sensibilität im Netzwerk zu stärken und fortan laufend in den Blick zu nehmen.

2017

Fachtagung: Aufgaben und Perspektiven der Mobilen Bildungsberatung für geflüchtete Menschen

Die Integration von geflüchteten Menschen ist eine gesellschaftliche Aufgabe, deren Erfolg sich an der sozialen und politischen Partizipation sowie an der Teilhabe am Erwerbsleben bemisst. Die Integration in den Arbeitsmarkt ist je nach Voraussetzungen und Lebensumständen ein sehr komplexer Prozess, der jedoch durch zielgruppenspezifische Beratungen unterstützt werden kann. Die Mobile Bildungsberatung für geflüchtete Menschen (MoBiBe) in Berlin hat, im Auftrag der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, seit Herbst 2015 zum Ziel geflüchtete Menschen darin zu unterstützen, die Zugangsbarrieren in Arbeitsmarkt und Bildung zu überwinden. In den Beratungen werden geflüchtete Menschen zu Bildung, Ausbildung und Beruf informiert und individuell beraten, sodass sie ihre Entscheidung entsprechend ihrer Potenziale informiert und zielgerichtet treffen, sich entsprechend passgenau weiter qualifizieren und ihren beruflichen Werdegang erfolgreicher gestalten können. Die Beraterinnen und Berater der MoBiBe sind Teil eines gewachsenen Netzwerks, das derzeit aus zehn Beratungseinrichtungen besteht. Sie beraten in Unterkünften, an zwei Willkommen-in-Arbeit-Büros in Lichtenberg und Spandau sowie an weiteren Orten in Berlin.