P:iB - Partnerschaften in der Bildungsberatung

 

Menschen mit geringer oder fehlender Qualifikation haben wenig Chancen dauerhaft auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Zusätzlich zu einer abgeschlossenen Erstausbildung ist inzwischen die kontinuierliche Aktualisierung der beruflichen Kenntnisse unabdingbar. 

 

Die kohärente Förderung des Lebensbegleitenden Lernens ist ein Kernelement sämtlicher arbeitsmarktrelevanter Strategien – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene. Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen in Berlin hat daher das Projekt P:iB – Partnerschaften in der Bildungsberatung damit beauftragt, die Bildungsberatung in den Berliner LernLäden und die Mobile Bildungsberatung für geflüchtete Menschen zu koordinieren, zu begleiten und fachlich weiter zu entwickeln.

 

Weitere Informationen finden Sie auf www.pib-berlin.com

 

 

Beratung zu Bildung und Beruf in den Berliner LernLäden

 

„Der Begriff "Beratung zu Bildung und Beruf " (…) bezieht sich auf Dienste, die Menschen gleich welchen Alters zu jedem Zeitpunkt in ihrem Leben dabei unterstützen sollen, Entscheidungen in Hinblick auf Bildung, Weiterbildung und Berufswahl zu treffen und ihren beruflichen Werdegang zu steuern“ (Nestmann, 2007).

 

Die drei Berliner LernLäden (LernLaden Neukölln, LernLaden Pankow, LernLaden Ostkreuz) sind im Rahmen des Bundesprogramms „Lernende Regionen – Förderung von Netzwerken“ entstanden. Die Bildungsberatung in den LernLäden versteht sich als Dienstleistung, die Kundinnen und Kunden ohne große Hürden in Anspruch nehmen können. Daher bestehen ladentypische Öffnungszeiten; zudem sind die LernLäden in gut frequentierter Lage zu finden. Die Beratung erfolgt für die Ratsuchenden kostenfrei, vertraulich, auch ohne Termin und neutral in Bezug auf die Informationsvermittlung von Aus- und Weiterbildungsangeboten diverser Anbieter. Das Beratungsangebot zeichnet sich durch seine hohe Kund/innenorientierung aus.

 

Damit das Angebot der Beratung zu Bildung und Beruf auch Menschen mit erschwerten Bildungsbiografien erreicht, die nicht die LernLäden aufsuchen, wurde der Ansatz der Mobilen Bildungsberatung entwickelt. Die Bildungsberater/innen gehen dort auf die Menschen zu, wo sie sich bevorzugt aufhalten und machen das Beratungsangebot bekannt. Die Mobile Beratung zu Bildung und Beruf versteht sich als Prozessberatung, die von der Erstansprache über ggf. die Unterstützung bei der Erstellung von z.B. Bewerbungsunterlagen bis hin zur Unterstützung bei der Ausbildungs- oder Arbeitsplatzsuche reicht.

 

 

Mobile Bildungsberatung für geflüchtete Menschen (MoBiBe)

 

Seit Oktober 2015 werden in Berlin Mobile Bildungsberater/innen gezielt für die Bildungsberatung geflüchteter Menschen eingesetzt. Die Fachberatung hat den Auftrag, vorhandene Qualifikationen und Kompetenzen zu erheben, Wege in Bildung und/oder in den Arbeitsmarkt für geflüchtete Menschen aufzuzeigen und passende Angebote zu vermitteln.

 

Gemäß der Maxime „Integration beginnt am ersten Tag“ bündeln die Willkommen in Arbeit-Büros (WiA-Büros) Erstberatungs- und Begleitangebote für Geflüchtete in einer gemeinsamen Anlaufstelle, die in den Notunterkünften installiert wurde. Hier arbeiten Mobile Bildungsberater/innen für geflüchtete Menschen, Integrationslots/innen, Berater/innen der Job Points, Jobcoaches und die Akteur/innen vor Ort Hand in Hand. In den Willkommen in Arbeit-Büros werden geflüchtete Menschen mehrsprachig durch Beratungsteams im Rahmen fester Zeitfenster beraten. Die MoBiBe stellt sicher, dass geflüchtete Menschen frühzeitig, niedrigschwellig und ortsnah erreicht werden. Die Mobilen Bildungsberater/innen sind zusätzlich in den Netzwerken ihrer Bezirke aktiv. Die Fachberatung wird zu diesem Zweck zusätzlich zu den WiA-Büros auch in den Sprachkursangeboten aller Berliner Volkshochschulen angeboten. 

 

 

Das Projekt P:iB - Partnerschaften in der Bildungsberatung wird aus Mitteln der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales gefördert.

 

 

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